Mond

Außerirdische Landschaften

 

Der Mond ist ein detailreiches Beobachtungsobjekt Der Mond ist ein detailreiches Beobachtungsobjekt Die Beobachtung des Erdmondes ist mit jedem Fernglas oder Teleskop möglich. Bereits freisichtig, also ohne optische Hilfsmittel, fallen helle und dunkle Gebiete der Mondoberfläche auf und verleihen mit etwas Fantasie dem Mond ein Gesicht oder lassen andere Figuren hervortreten.

Die dunklen Gebiete sind erstarrte Lavaseen, die als Mondmeere (lat. Mare/Maria) bezeichnet werden. Die hellen Gebiete bestehen hauptsächlich aus verwittertem Gestein, dem Rogolith, welches durch Meteoroideneinschläge immer wieder zerkleinert wurde und so eine lockere Struktur bekommen hat. Es reflektiert das Sonnenlicht aufgrund seiner mineralischen Zusammensetzung stärker als die Mondmeere. Auch das Auswurfmaterial einiger Krater hebt sich deutlich heller von der Umgebung ab.

Mit dem Teleskop werden kleinere und größere Krater im Detail erkennbar und bieten den Anblick einer echten „außerirdischen“ Gegend. Kein anderer Himmelskörper wie unser Erdmond lässt sich so gut und detailreich beobachten und bietet ständig Potential zur Entdeckung von neuen Einzelheiten.

Mondphasen


Durch die wechselnde Position des Mondes zur Sonne als Lichtquelle entstehen die Mondphasen, bei denen unterschiedliche Gebiete der Mondoberfläche ausgeleuchtet werden. Die Grenze zwischen Licht und Schatten wird auch als Terminator (=Abgrenzer, Trenner) bezeichnet und eignet sich besonders zur Beobachtung. Krater und andere Strukturen auf der Mondoberfläche werfen hier den größten Schatten und treten dann besonders plastisch und auffällig hervor.

Abhängig von den Beobachtungsbedingungen und der Teleskopleistung ist hierfür eine möglichst hohe Vergrößerung sinnvoll. Da der Mond sehr hell und strukturiert ist, kann die Maximalvergrößerung genutzt oder sogar etwas darüber hinaus vergrößert werden.

Bei strukturierten Objekten kann eine leichte Unschärfe akzeptiert werden. Dies ist jedoch vom persönlichen Eindruck und der Luftruhe abhängig und sollte einfach ausprobiert werden.

Mondfilter für bessere Sicht


Der Mond ist je nach Phase das hellste Objekt am Nachthimmel und kann bereits bei kleinen Teleskopöffnungen eine erhebliche Blendwirkung ausüben. Die Verwendung eines Neutralfilters zur Lichtdämpfung ist notwendig, um die Beobachtung angenehmer oder bei Teleskopen mit großer Öffnung überhaupt erst durchführbar zu machen. Die Reduzierung der Lichtmenge lässt Strukturen besser hervortreten und erlaubt das Erkennen von Details. Farbfilter in Orange oder Gelb, sowie Breitbandfilter können ebenfalls als Kontrastfilter bei der Beobachtung helfen.