Kugelsternhaufen

Kugeln aus Millionen von Sternen


Kugelsternhaufen M15 im Sternbild Pegasus Kugelsternhaufen M15 im Sternbild Pegasus Kugelsternhaufen sind dichte Ansammlungen von Sternen, welche unter dem gegenseitigen Einfluss der Schwerkraft eine Kugelform gebildet haben. Sie bestehen je nach Größe aus Hunderttausenden oder Millionen von Sternen. Sehr bekannt und leicht zu beobachten ist der Herkuleshaufen (M13). Für ihn ist unter sehr dunklem Himmel bereits das bloße Auge oder ansonsten ein Fernglas ausreichend.

Wo befinden sich Kugelsternhaufen?


Fast alle mit kleinen und mittleren Teleskopen beobachtbaren Kugelsternhaufen befinden sich in unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße. Die meisten Kugelsternhaufen anderer Galaxien sind für Beobachtungen im genannten Hobbybereich zu lichtschwach und erfordern mehr Öffnung. Die Andromedagalaxie (M31) bildet als unsere Nachbargalaxie eine der Ausnahmen, doch zur Beobachtung des Kugelsternhaufens G1 ist bereits ein größeres Teleskop und dunkler Himmel notwendig. Ein ebenfalls weit entfernter, jedoch noch zur Milchstraße gehörender Kugelsternhaufen ist NGC 2419 mit dem Beinamen „Intergalaktischer Wanderer“. Er befindet sich im Sternbild Luchs und ist mit Amateurmitteln durchaus beobachtbar. Die beiden Messier-Objekte M54 und M79 zählen zu den extragalaktischen Kugelsternhaufen. Sie gehören zu benachbarten Zwerggalaxien der Milchstraße und sind bereits mit kleinen Instrumenten zu beobachten.

Erscheinungsbild


Die helleren Kugelsternhaufen sind im Fernglas oder Teleskopsucher als neblige oder milchige Flecken erkennbar, deren Helligkeit zum Rand hin abnimmt. Der gelegentlich anzutreffende Vergleich mit „Wattebäuschchen“ beschreibt den Anblick ganz gut. Um Details zu erkennen und den „Wattebausch“ möglichst weit in Einzelsterne aufzulösen, ist ein Telekop mit einer förderlichen Vergrößerung (etwa 0,7 mm Austrittspupille) angebracht. Das Auflösungsvermögen steigt mit der Größe der Öffnung des Teleskops.

Oft sind besondere Strukturen oder bizarre Muster zu entdecken, wie beispielsweise in M13. Hierzu ist allerdings Geduld und intensive Beobachtung gefragt.