Einstieg in die Astronomie

Was wird für den Einstieg benötigt?


Du möchtest mehr über die Astronomie wissen und selber mit einem Teleskop den Sternenhimmel beobachten.
Aber was wird benötigt? Welches ist das beste Teleskop? Wie teuer wird das Hobby?


Folgende Fragen werden zum Einstieg in die Astronomie beantwortet:

Welche Teleskopart wird benötigt?
Wie groß soll das Teleskop sein?
Wieviel Geld muss ich ausgeben?
Welche Montierung brauche ich?
Wie kann ich Astrofotos machen?

Reflektor oder Refraktor?

Welches Teleskop für den Einstieg in die Astronomie?

Große Auswahl: Welches Teleskop kommt für mich in Frage? Große Auswahl: Welches Teleskop kommt für mich in Frage? Die Entscheidung, welches Teleskop angeschafft werden soll, ist unter anderem abhängig von den bevorzugten Beobachtungszielen.

 

Große Öffnung für Deep-Sky Ziele


Für die Beobachtung von lichtschwachen Deep-Sky Zielen wie Nebel oder Galaxien ist eine möglichst große Öffnung interessant, um viel Licht zu sammeln. Hierfür ist ein Spiegelteleskop (Reflektor) gut geeignet, denn im Vergleich zu einem Linsenteleskop ist es günstiger bei gleicher Öffnungsgröße. Für den gleichen Preis bekommt man also bei diesem Teleskoptyp am meisten Öffnung. Durch die Hauptspiegelbedeckung durch den Fangspiegel (Obstruktion) ist die tatsächlich nutzbare Öffnung aber etwas kleiner als die scheinbare. Dies wirkt sich jedoch eher auf das Auflösungsvermögen aus und nur gering auf die Lichtsammelleistung.

 

Kontrast für Mond und Planeten


Ein Linsenteleskop (Refraktor) hat keine Bauteile in seinem Strahlengang. Es liefert deshalb kontrastreichere Bilder als ein Spiegelteleskop. Für die Beobachtung von hellen Objekte, wie Mond und Planeten ist es deshalb im Vorteil. Allerdings erzeugen Glaslinsen durch die Lichtbrechung einen Farbfehler, der sich mit steigender Vergrößerungsleistung umso mehr bemerkbar macht. Erst durch qualitativ hochwertige, aber teure Optiken kann dieser korrigiert werden. Ein Spiegelteleskop hat keinen Farbfehler, da hier das Licht reflektiert und nicht gebrochen wird.

Trotzdem können selbstverständlich alle Objektarten mit beiden Teleskoptypen beobachtet werden. Die Beobachtung ist je nach Objekttyp lediglich vorteilhafter bei der Verwendung einer der beiden Bauarten. Letztendlich muss jeder Astronomie-Einsteiger sein persönliches Teleskop finden und auch seine weiteren Entscheidungskriterien berücksichtigen.





Leistung vs. Mobilität

Welche Größe soll das Teleskop haben?

Viel Öffnung: Hobby-Astronomen bevorzugen jedoch manchmal Mobilität. Viel Öffnung: Hobby-Astronomen bevorzugen jedoch manchmal Mobilität. Die Leistung von Teleskopen ist abhängig von der Öffnungsgröße. Mit einer großen Öffnung kann viel Licht gesammelt werden und das Teleskop verfügt über ein hohes Auflösungsvermögen. Auch ist die maximale Vergrößerungsleistung von der Öffnungsgröße abhängig. Also einfach das größtmögliche Teleskop kaufen, welches das Budget erlaubt?

Ist das Teleskop praxistauglich?

Die praktische Anwendung sollte jedoch nicht aus den Augen verloren werden.
Wenn das Teleskop allein aufgebaut werden muss und eventuell zwischen Lagerort des Teleskops und Beobachtungsplatz einige Stockwerke Unterschied bestehen oder sogar eine Fahrt mit einem Verkehrsmittel erforderlich wird, könnte die Größe zum Hindernis werden.

Erst wenn ein Teleskop häufig benutzt wird, hat sich die Anschaffung gelohnt. Das Ziel sollte auch die Freude am Beobachten sein. Ist das Teleskop zu klein gewählt, erfüllt es langfristig vielleicht nicht die Erwartungen. Die Anschaffung eines zweiten Teleskops zu einem späteren Zeitpunkt sollte möglicherweise mit eingeplant werden. Ist es zu groß, kann es eventuell nicht häufig eingesetzt werden. Ein kleineres Teleskop ist mobiler einsetzbar und in diesem Punkt von Vorteil gegenüber einer großen Öffnung. Wenn es dafür öfter genutzt wird, könnte dies die bessere Wahl sein.






Die Kosten des Teleskops

Welches Budget habe ich zur Verfügung?

Wieviel Geld kann ich für mein Teleskop ausgeben? Wieviel Geld kann ich für mein Teleskop ausgeben? Die Anschaffungskosten für ein Teleskop sind abhängig von den Ansprüchen des Beobachters und den gewünschten Beobachtungsobjekten. Entspricht es nicht den Erwartungen des Beobachters, geht der Spaß am Beobachten schnell verloren.

Günstig mit Einschränkungen


Auch mit einem Teleskop unter 100 Euro ist der Einstieg in die Astronomie möglich, jedoch sind die ersten Beobachtungen dann auf den Mond, Planeten und einige Sternhaufen beschränkt. Die eingeschränkte Nutzbarkeit des Teleskops und begrenzte Abbildungsleistung sollte berücksichtigt und der Altersklasse des Beobachters entsprechend gewählt werden.
 

Langfristige Beobachtungsfreude


Ein hochwertiges Teleskop mit stabiler Montierung, einigen Okularen und etwas Zubehör kann sicherlich einige Hundert Euro kosten. Wenn die langfristige Freude am Beobachten im Vordergrund stehen soll, ist dies jedoch eine sinnvolle Investition. Es ist abzuwägen, welche Ausgaben angemessen für die persönlichen Ziele sind.







Montierung des Teleskops

Die Aufgabe der Montierung

Eine hochwertige Montierung sorgt für Stabilität und Beobachtungsfreude (Abb.: Parallaktische Montierung) Eine hochwertige Montierung sorgt für Stabilität und Beobachtungsfreude (Abb.: Parallaktische Montierung) Die Montierung trägt den Teleskoptubus und sorgt für die Bewegungsmöglichkeit des Teleskops. Eine gute Montierung verhindert das Zittern des Teleskops bei Wind oder beim Scharfstellen des Bildes. Beim Beobachten macht sich Bildzittern sehr störend bemerkbar und verhindert die aufmerksame Beobachtung. Beim Kauf ist deshalb auch auf die Qualität der Montierung zu achten. Die benötigte Stabilität steigt mit dem Gewicht des Teleskops.

Azimutale Montierung

Diese Montierung verfügt über zwei Bewegungsachsen, die an dem Erdhorizont orientiert sind. Die Bewegung erfolgt in horizontaler und vertikaler Richtung. Diese Montierungsart ist leicht bedienbar, da das Teleskop einfach in die gewünschte Richtung geschwenkt werden kann und die Montierung nicht ausgerichtet werden muss. Eine Nachführung des Teleskops für langbelichtete Fotografien ist allerdings nicht möglich.

Dobson Montierung

Auch diese Montierungsart ist eine azimutale Montierung, die Bewegungsrichtungen sind ebenfalls horizontal und vertikal. Es wird jedoch kein Dreibeinstativ als Unterkonstruktion verwendet. Das Teleskop ist auf einer drehbaren Plattform in einer seitlichen Aufnahmevorrichtung gelagert. Diese Montierung sorgt für einen stabilen Stand und ist einfach zu bedienen. Aufgrund des geringen technischen Aufwandes sind diese Montierungen im Vergleich zu anderen Systemen günstig und erlauben mit gleichem finanziellen Aufwand die Verwendung großer Öffnungen. Da in der Regel kein Feintrieb vorhanden ist, wird die Nachverfolgung eines Objekts bei hohen Vergrößerungen schwierig.
 

Parallaktische Montierung

Es werden schräg stehende Bewegungsachsen verwendet, die eine Teleskopbewegung entlang des Himmelshorizontes ermöglichen. Die Montierung muss dazu zum Himmelsnordpol ausgerichtet werden. Die scheinbare Bewegung der Beobachtungsobjekte verläuft in einem Bogen von Osten nach Westen und wird durch die Montierung ausgeglichen. Ist ein Objekt im Teleskop eingestellt, muss nur noch eine Achse (Rektaszenionsachse) in der Geschwindigkeit der Erddrehung nachgeführt werden, um das Objekt im Blick zu halten. Die Nachführung kann von Hand erfolgen oder durch eine Motorsteuerung.

Ein Nachführmotor ermöglicht auch die fotografische Nutzung des Teleskops, da langbelichtete Aufnahmen möglich sind, ohne das Objekt zu verwischen. Die Handhabung der parallaktischen Montierung erfordert durch die schräg stehenden Achsen etwas Übung und beim Überschreiten des Meridians (Mittagskreis) wird ein Umschlag des Teleskops erforderlich, da sonst eine ungünstig Position zur Montierung entsteht.








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