Grundlagen für Einsteiger

Fertigung von Spiegelzellen für ein GroßteleskopFertigung von Spiegelzellen für ein GroßteleskopZur Erkundung des Sternenhimmels genügt bereits das bloße Auge. Schon seit dem Altertum wurden auf diese Weise die ersten Objekte und Sternenkonstellationen beobachtet. Auch ohne Hilfsmittel kann bereits der Mond, die Sternbilder, einige Planeten unseres Sonnensystems und eventuell sogar die Milchstraße und einige Deep-Sky Objekte beobachtet werden – vorausgesetzt man befindet sich an einem Ort, der dunkel genug ist.

 

Das Teleskop als Beobachtungshilfe

Wer diese Objekte genauer Betrachten oder noch tiefer in das Weltall vordringen möchte, benötigt ein optisches Hilfsmittel, wie zum Beispiel ein Fernglas oder ein Teleskop. Seit Galilei das erstes Fernrohr in den Himmel richtete, wurde die Technik der Beobachtungsinstrumente immer weiter verbessert, so dass heute den Amateur- und Hobby-Astronomen aller Welt ein breites und vor allen Dingen erschwingliches Sortiment an Beobachtungstechniken zur Verfügung steht.

Die Hauptaufgabe aller Instrumente ist aber seit je her gleich geblieben: Ein Teleskop ist dazu da, Licht zu sammeln und das erzeugte Bild zu vergrößern. Unsere Augen sehen erst durch ein Teleskop Objekte, die über der normalen Wahrnehmungsschwelle liegen. Durch die Vergrößerung und den Gewinn an Bildauflösung sind Einzelheiten zu erkennen.

Um die Leistung von optischen Systemen definieren und vergleichen zu können, sind nur einige Kenngrößen notwendig, welche auf den folgenden Seiten beschrieben werden.

Schon gewusst?

Gesichtsfeld

Die Randbegrenzung des Okulars

 

Wie ein Blick aus dem Raumschiff: Das optimale Gesichtsfeld Wie ein Blick aus dem Raumschiff: Das optimale Gesichtsfeld Ein Okular verfügt über ein scheinbares Gesichtsfeld (sGF), dem Winkel des mit dem Okular zu überblickenden Bereichs. Dieses wird durch den Durchmesser des Okulars und der verbauten Feldblende bestimmt.

Anhand des scheinbaren Gesichtsfeldes und der Vergrößerung lässt sich das tatsächliche Gesichtsfeld (tGF) mit der Formel

tGF = sGF / Vergrößerung


errechnen, welche dem im Okular sichtbaren Himmelsausschnittes entspricht.

Der Vollmond hat zum Vergleich eine Ausdehnung von 0,5°. Ein Okular mit einem großen sGF wird als Weitwinkelokular bezeichnet und sorgt für ein angenehmes Bild, da die Randbegrenzung kaum wahrgenommen wird.