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Sonnenbeobachtung: Fleckengruppe AR 12339 Montag, 15. Juni 2015 21:36
Ein schöner Sonntag mit klarem Himmel lädt zur Sonnenbeobachtung ein. Ich statte mein 6" Newton-Teleskop mit dem ND5 Sonnenfilter aus und beginne die Beobachtung. Bereits mit dem filtergeschützten Blick ohne Teleskop ist eine...
Mondtransit: Ganymed mit Schattenwurf auf Jupiter Dienstag, 08. Mai 2018 20:59
Der Jupitermond Ganymed zieht ein paar Tage vor der Jupiteropposition vor dem Gasriesen vorbei und wirft dabei seinen Schatten auf den Planeten. Ich beobachte das Ereignis mit zwei kleinen Refraktoren von der Dachsternwarte aus.
First Light mit 10 Zoll: Leo-Triplett Samstag, 20. Januar 2018 11:05
In einer Wolkenlücke plane ich das First Light mit dem 10“ f/4,7 Newton auf einer Dobson-Montierung. Der Wetterbericht sagt trotz der aktuell starken Bewölkung mit Regenschauern ein paar klare Stunden in der Nacht vorher. Um...
Milchstraße, Perseiden und Nordamerikanebel Sonntag, 21. August 2016 19:57
In diesem Sommer bietet sich für mich an der Küste ein ungewohnt dunkler Standort mit einer mondlosen Nacht. Um 1.00 Uhr beginne ich die Beobachtung und kann mit bloßem Auge die Milchstraße und den sehr sternenreichen Himmel...
Rote Riesen - graue Nebel: Orion und Stier im Fernglas Montag, 14. Dezember 2015 21:45
Am Ende eines Tages schaue ich noch einmal aus dem Fenster, um nach den Sternen zu sehen. Der Himmel ist unerwartet aufgeklart und die Wolken sind verschwunden. Genau vor dem Fenster ist jetzt Orion zu sehen. Für einen kurzen...
Dark Sky Week gegen Lichtverschmutzung Mittwoch, 06. April 2016 20:27
In dieser Woche findet die Dark Sky Week als Aktionswoche gegen die Lichtverschmutzung statt. Das Ziel ist mehr Aufmerksamkeit für den natürlichen Sternenhimmel zu schaffen und zum sorgsamen Umgang mit nächtlicher Beleuchtung...
M42: Orionnebel als Fotomotiv Dienstag, 24. Januar 2017 19:42
Nach den letzten Fotoobjekten folgt noch die Aufnahme des Orionnebels. Das farblich ansprechende Nebelgebiet kann ebenfalls mit der verhältnismäßig einfachen Ausstattung festgehalten werden.
Universe2go: Der praktische Einsatz Samstag, 05. Dezember 2015 19:23
Nach der ersten Kalibrierung der Sichtbrille funktioniert die Erkennung der Sternenposition tadellos und ist ausreichend feinfühlig handhabbar. Das Programm bietet verschiedene Modi zum ersten Kennenlernen des Himmels bis zur...
Buchempfehlungen zu Albert Einstein Mittwoch, 23. März 2016 20:51
Auch über hundert Jahre nach der Veröffentlichung ist Albert Einsteins Relativitätstheorie nach wie vor interessant und faszinierend. Passend zum Jubiläum der Allgemeinen Relativitätstheorie (ART) ist erst neulich ein Nachweis...
Kosmologie: Zeitreisen, Quantenphysik und schwarze Löcher Samstag, 11. März 2017 19:33
Die Kosmologie ist ein interessantes Thema der Astronomie. Fragen nach dem Aufbau und Ursprung des Universums werden schon seit vielen Jahrhunderten gestellt und können inzwischen - zumindest teilweise - beantwortet werden. Mit...
10 Zoll Öffnung: Test am Orionnebel M42 Samstag, 20. Januar 2018 17:12
Einen Abend nach der ersten Beobachtung mit dem 10 Zöller klart es entgegen der Vorhersage überraschender Weise auf. Die Gelegenheit, einen schnellen Blick auf M42 zu werfen ist verlockend, denn der Orionnebel war eigentlich...
Gedicht und Malerei: Astronomie in der Kunst Sonntag, 24. Mai 2015 19:15
Neulich wurde ich auf das Gedicht "Die Sternseherin Lise" von Matthias Claudius aufmerksam gemacht und gefragt, ob ich das vielleicht in den Blog aufnehmen könnte. Das Gedicht beschreibt schließlich auch eine Sternenbeobachtung...

Kugelsternhaufen: M13 beobachten

Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Pentax K-3 mit 18-55 mm Objektiv @18 mm, f/3,5, 8x10 Sek., ISO 800, Hoya Softener (A)Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Pentax K-3 mit 18-55 mm Objektiv @18 mm, f/3,5, 8x10 Sek., ISO 800, Hoya Softener (A)Auch ein gut bekanntes Objekt wie M13 kann bei erneuter Beobachtung doch noch neue Details zeigen. Der schon oft von mir beobachtete Kugelsternhaufen ist in dieser Nacht im 4-Zöller MAK trotz weniger Öffnung, aber guten Beobachtungsbedingungen besonders schön zu sehen. Die konzentrierte Beobachtung zeigt nicht nur besondere Details, sondern auch eine besondere Überraschung in Form einer Zufallsbeobachtung.

Es ist manchmal nicht leicht, ein dunkles Plätzchen für die optimale Beobachtung zu finden. Doch zwei neuerdings besonders hell „optimierte“ Leuchten in der Nähe des Beobachtungsplatzes kann ich durch schwarze Kunststoffeimer kurzfristig abdecken und das blendende Streulicht erheblich reduzieren. Mit der hierdurch verbesserten Dunkeladaption ist heute sogar das Sternbild Coma Berenices mit Melotte 111 freisichtig erkennbar.

Mit dem 32 mm Okular suche ich M13 auf und kann den auffälligen, nebligen Fleck sofort gut erkennen. Die Beobachtung im 10 mm UWA Okular zeigt den schönsten Gesamteindruck bei 130-facher Vergrößerung. Bei der intensiven Beobachtung wird zunächst ein Funkeleffekt einiger heller Sterne im Zentrum des Haufens sichtbar, dann gewinnt der Kernbereich deutlich an Struktur und auch mit indirekter Beobachtung werden bei mehr als 10 Minuten Beobachtungsdauer weitere Details und Einzelsterne sichtbar, die mir in dieser Fülle bisher nicht aufgefallen sind.

Bei der Beobachtung gibt es außerdem einen Überraschungsmoment mit einer Schrecksekunde, als ein Satellit zufällig und unerwartet das nur kleine Bildfeld kreuzt. Das helle „sternförmige“ Objekt bewegt sich schnell auf den Kugelsternhaufen zu und überquert M13 genau in der Mitte. Nach diesem kurzen, aber schnellen „Transit“ ist der Satellit auch schon wieder verschwunden. Ich blicke vom Okular auf und kann ihn freisichtig noch kurz am Himmel verfolgen. Gelegentlich sind Satelliten oder Flugzeuge zwar immer mal zufällig im Bildfeld, ein Satellitentransit von M13 ist von mir jedoch zuvor auch noch nicht beobachtet worden.